Achtung, gefährliche Inhaltsstoffe in Marken-Parfüms!

Parfüms und Düfte
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Öko-Test warnt vor bedenklichen Schadstoffen in zahlreichen Parfüms.

Parfüm zählt zu den beliebtesten Geschenken, und zwar nicht nur zu Weihnachten, sondern zu vielen Anlässen im ganzen Jahr. Allerdings sollte der Kauf von so manchem Duftwasser gut überlegt sein. Denn kaum jemand ist sich dessen bewusst, dass die Inhaltsstoffe von Parfüms selten natürlichen Ursprung sind, sondern größtenteils synthetisch im Chemielabor entstehen, sprich Chemikalien sind und der Gesundheit nachhaltig schaden können.

Hochallergen und gesundheitsgefährdend

Untersuchungslabors weisen auch in Marken-Parfüms immer wieder bedenkliche Inhaltsstoffe nach. Viele der chemischen Substanzen sind toxisch und hochallergen. Teure Markenprodukte sind keinesfalls ein Garant dafür, dass man ein gesundheitlich unbedenkliches Parfüm erwirbt. Ganz im Gegenteil.

Bedenkliche Duftstoffe, Weichmacher und hormonell wirksame Chemikalien

Im aktuellen Parfüm-Test von Öko-Test schneiden zahlreiche Marken-Parfüms, wie beispielsweise von Boss, Jil Sander, Bruno Banani, Giorgio Armani, Coty u.v.a., auf Grund ihrer bedenklichen Inhaltsstoffe mit der Note „ungenügend“ ab, so auch That´s me! by Helene Fischer.

Problematische Duftstoffe, die Allergien auslösen können, wie beispielsweise Lyral, wurden in fast allen Parfüms nachgewiesen. Polyzyklische Moschus-Verbindungen, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichern, stecken in elf der 25 untersuchten Produkte. Cashmeran, das sich genau wie künstlicher Moschusduft, im menschlichen Organismus anreichert, ist in acht Parfüms enthalten. Der Duftstoff Lilial, der als fortpflanzungsschädigend im Tierversuch gilt, wird von Öko-Test ebenfalls in sechs Parfüms bemängelt.

Hormonell wirksame Chemikalien

Auch bedenkliche UV-Filter, die in Parfüms hauptsächlich als Stabilisatoren zum Einsatz kommen, jedoch zu hormonell wirksamen Substanzen (EDC) zählen, verderben die Freude an 15 Produkten.

Doch allem nicht genug, auch der umstrittene Weichmacher Diethylphthalat DEP, der ebenfalls zu den hormonell wirksamen Chemikalien zählt, wurde in einigen Parfüms stark erhöht nachgewiesen, darunter auch That´s Me! by Helene Fischer.

Weniger ist mehr!

Täglich kommen wir alle mit unzähligen Düften in Kontakt, ob gewollt oder ungewollt, sei es durch parfümierte Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel, Duftkerzen, Textilsprays, Duftlampen, Raumduftsprays, modernem Air-Design in Kaufhäusern, Kliniken und Arztpraxen, wie auch durch medizinische Cremes und Salben usw. Auch erobern stets neue beduftete Alltagsprodukte unsere moderne Konsumwelt, die uns die Werbung dann als begehrliche Innovationen präsentiert.

Doch kaum ein Verbraucher weiß, dass die ungebremste Flut der Düfte schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann.

Führt man sich allerdings die aktuellen Untersuchungsergebnisse von Öko-Test und weitere Testergebnisse aus der Vergangenheit zu Gemüte, wäre man sicherlich nicht schlecht beraten den sorglosen Einsatz von Duftstoffen radikal zu dezimieren, statt sich durch problematische Chemikalien aus Parfüms und & Co. unnötig zu belasten.

Wie so oft im Leben gilt auch beim Einsatz von Duftstoffen „weniger ist mehr“, um die eigene Gesundheit, die Gesundheit unserer Kinder und die Gesundheit unserer Mitmenschen zu schützen.

Literatur:
Öko-Test: Parfüms

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