Biologische Schädlingsbekämpfung im Garten

Siebenpunkt-Marienkäfer

Nützlinge einladen

Sogenannte Pflanzenschutzmittel wie Herbizide, Fungizide und Pestizide kommen auch bei Hobbygärtnern häufig zur Verwendung. Doch anstatt dem Bann verharmlosender Werbeversprechen der Hersteller von Roundup und weiteren umweltschädigenden Herbiziden zu verfallen und schwerwiegende Risiken für die eigene Gesundheit, und womöglich auch die der Mitmenschen unbedarft in Kauf zu nehmen, wird das Unkraut im naturnahen Garten von Hand gejätet.

Ebenso lassen sich Schädlinge mit natürlichen Hilfsmitteln wie zum Beispiel durch sogenannte Nützlinge umweltverträglich im Zaum gehalten. Nützlinge lassen sich gerne in einen Naturgarten „einladen“!

Hunger auf Blattläuse

Zu den Nützlingen zählen beispielsweise Marienkäfer. Diese niedlichen Gesellen sind äußerst nützliche Gartenfreunde. Statt Blattläusen mit chemischer Keule den Kampf anzusagen, kann man nunmehr Marienkäfer für sich „arbeiten“ lassen. Sie vertilgen am Tag ca. 60 Blattläuse, ihre Larven sogar weitaus mehr. Bei den als nicht so hübsch angesehenen Ohrwürmern stehen Blattläuse und Spinnmilben ebenfalls auf dem Speiseplan. Desweiteren sind Schwebefliegen und ihre Larven bedeutsame Feinde von Blattläusen.

Spinnen sind Freunde!

Die mehrheitlich als angsteinflößend angesehenen Spinnen verdienen eigentlich eine weitaus positivere Bewertung. Genau genommen sind Spinnen ganz bemerkenswerte Wesen und leisten Positives in Haus und im Garten. Entgegen der weitverbreiteten Meinung zählen sie im Naturreich nicht zu den Insekten, sondern zur Gattung der Spinnentiere. Statt sie radikal zu eliminieren, sollte man sich über besser ihre Anwesenheit freuen, denn sie vertilgen Unmengen von Beutetieren, die größtenteils als Schadinsekten anzusehen sind. Es gibt noch vielfältige weitere Nützlinge, die man direkt bei den Züchtern und über das Internet erwerben kann.

Biologische Schädlingsbekämpfung durch Nützlinge, anstelle herkömmlicher Pflanzenschutzmittel, schont nicht nur die Umwelt sondern auch die eigene Gesundheit und ist nachhaltig!

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6 Gedanken zu “Biologische Schädlingsbekämpfung im Garten

  1. Bernhard

    Unkraut jäten, ok, ich hacke ja lieber, das geht ein bißchen schneller. Am aller elegantesten aber finde ich, es durch geschickte Bepflanzung mit solchen Zier- oder Nutzpflanzen, die an den Standort optimal angepaßt sind, zu unterdrücken. Je mehr Platz man freiläßt, "weil man ja dazwischen hacken können muß", desto mehr Unkraut kann wachsen. Der Boden mag einfach nicht nackt dastehen, bedeckt man ihn mit schönen Pflanzen, bedeckt er sich nicht mit Unkraut.

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    1. Maria Herzger

      Beitragsautor

      Hallo Bernhard,

      man merkt, hier spricht der Fachmann! :-)

      Geschickte Gestaltung mit unterschiedlichen Zier- und Nutzpflanzen ist sicher der beste Weg. Wobei wir nun wieder bei der berühmt berüchtigten unverzichtbaren Artenvielfalt angekommen sind. An biologischer Vielfalt führt eben kein Weg vorbei! Die freie Natur reguliert sich bekanntlich von selbst. Wir Menschen können vor ihr noch Einiges lernen.

      Unkraut hacken und jäten, sind neben einer vorausschauenden Bepflanzung, auf jeden Fall DIE Mittel zum Zweck, anstatt die chemische Keule! Doch heutzutage hat man es häufig ja gerne leider einfach und bequem, ohne Bücken und sonstigen Anstrengungen. Sprühen geht eben leichter!

      Dabei ersetzt Gartenarbeit das Fitness-Studio und Marienkäferchen & Co. sind doch so schön und nützlich! :-)

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    2. Markus

      Genau so ist es, und ansonsten Mulche ich z.B. mit Rasenschnitt frisch [...]* oder zuerst auf einem Haufen fermentieren "wie Silage" und dann erst verteilen.
      Das ist gleichzeitig ein super Dünger und unterdrückt Beikraut.
      VG Markus

      *Anmerkung der Blogredaktion: Die Werbung wurde aus dem Kommentar entfernt.

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  2. Gegen Blattläuse nehme ich so eine halb-Liter Sprühflasche mit Wasser, geb ein paar Tropfen Lavendelöl hinein schüttle kräftig und besprühe damit öfters die Pflanzen und die Läuse.
    Oder, wenn man auf Homöopathie steht: in die Sprühflasche statt Lavendelöl Cimicifuga ein paar Globuli C12 oder C30 (D6,D12,D30 geht auch). Diese Idee habe ich von Frau Christiane Maute übernommen. Und funktioniert.
    Gruß
    Klaus Schleusener

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    1. Maria Herzger

      Beitragsautor

      Dankeschön für den interessanten Tipp. Das werde ich sicherlich bei Gelegenheit einmal ausprobieren. Aber im Moment sind Marienkäfer eifrig am Werk und haben alles im Griff. 😉

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