Blauschwarze Holzbiene – seltene Schönheit unter den Wildbienen

Blauschwarze Holzbiene - Xylocopa violacea

Die Blauschwarze Holzbiene ist eine imposante Erscheinung im Reich der Insekten. Die Größe und ihr stattlicher Körperbau legen die Vermutung nahe, es handele sich bei der blauschwarz-schillernden Schönheit um eine Hummel. Sie ist jedoch die größte Wildbienenart in Deutschland. Die Blauschwarze Holzbiene ist im Bestand gefährdet und wird in der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt.

Totholz - lebensnotwendiger Unterschlupf

Die hummelartigen Insekten benötigen tote Bäume als Unterschlupf und Nisthöhle, was ihnen auch ihrem Namen verschafft hat. Doch im Zuge der intensiven Forst- und Agrarwirtschaft sowie der durch Menschenhand zunehmend aufgeräumten Natur, ist Alt- und Totholz immer seltener anzufinden, denn auch Streuobstwiesen schwinden kontinuierlich dahin. Holzbienen mögen es warm und sonnig und sind zum Nestbau auf morsches Holz angewiesen. Im Gegensatz zu Honigbienen leben Holzbienen (Xylocopa violacea) solitär, also alleine und zählen zu den standorttreuen Bienenarten.

Aufgeräumte Natur fördert Artensterben

Die Blauschwarze Holzbiene benötigt strukturreichen Lebensraum mit Totholz und Blütenreichtum wie beispielsweise lichte Wälder, Streuobstwiesen und Naturgärten. Um der bedrohten Wildbienenart dringend benötigte Habitate und Nisthöhlen anzubieten, ist es äußerst hilfreich alte Baumstümpfe und Totholz im Garten zu belassen. Derartige Refugien gewinnen zunehmend an Bedeutung, denn aufgeräumte Natur begünstigt das Artensterben ungemein und entwickelt sich für die Blauschwarze Holzbiene sowie für zahlreiche weitere Insekten, als lebensfeindlicher Ort und bewirkt Verlust von wertvollem Lebensraum!


Literatur: Die Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) – schwarze Schönheit mit kräftigem Biss

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Ein Gedanke zu “Blauschwarze Holzbiene – seltene Schönheit unter den Wildbienen

  1. Infoliner

    Und wieder die Mär von der unberührten Natur....
    Wenn der Eindruck der schrecklich verkommenen Wälder heute nicht für sich spricht, so kann vielleicht der Verstand nachhelfen: "Unberührten" Wald gibt es nirgends in der Welt, natürlich ist nur Verbuschung. Im ungepflegten Wald versauert der Boden unweigerlich. Anstatt aufzuräumen, wurde dann hier in der Gegend mit Hubschraubern monatelang Kalk ausgeflogen. Früher wurde das Totholz aus dem Wald geholt, die Wälder beweidet, gepflügt und da gab es keine rote Liste für die Holzbienen, keine Übersäuerung des Bodens und einen gedeihenden, vielfältigen Wald. Glaub nicht immer alles, was die "Naturschützer" sagen. Ich habe selbst Streuobstwiesen, schön Hecken drum und ohne jegliche Spritzerei natürlich, aber Pflege ist unumgänglich.

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