Krank durch synthetische Duftstoffe?

rosa Rose im Winter

Duftstoffallergien sind auf dem Vormarsch

Früher galt Parfüm als etwas Kostbares und wurde vorwiegend nur zu besonderen Anlässen verwendet und auch nur dezent dosiert. Ebenso war der Geruch nach Weichspüler in der Wäsche eher die Ausnahme. Doch das Konsumverhalten von Parfüm und parfümierten Produkten hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Durch die Entwicklung chemischer Produktionsverfahren hat sich Parfüm zum billigen Massenprodukt entwickelt. Statt natürlicher Essenzen kommen nunmehr überwiegend synthetische Duftstoffe aus dem Chemielabor zum Einsatz. Dementsprechend häufig werden Parfüms und mit Duftstoffen angereicherte Kosmetik sowie Konsumgüter in unserem modernen Alltag konsumiert, mit weitreichenden Folgen für Umwelt und Gesundheit.

Giftcocktail aus Chemikalien

Heutzutage gibt es fast keinen Ort mehr, an dem man nicht mit künstlichen Düften konfrontiert wird. Kaum jemand ist sich dessen bewusst, dass es sich bei synthetischen Duftstoffen um Chemikalien handelt.

Experten warnen vor dem sorglosen Gebrauch von Duftstoffen, denn sie nehmen nach Nickel den zweiten Platz in der Rangliste der Allergie-auslösenden Stoffe ein. Demnach wäre man sicherlich gut beraten das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen und ggf. zu ändern, statt mit Duftstoffen angereicherte Produkte im großen Stil großzügig zu verwenden. Denn wer umgibt sich schon freiwillig mit toxisch wirkenden Chemikalien?

Doch genau das passiert Tag täglich beim Konsum von Parfüm, parfümierter Kosmetik und mit Duftstoffen angereicherten Konsumgütern. Über mögliche Langzeitschäden für die eigene, sowie die Gesundheit der Mitmenschen und die Umwelt sind die Verbraucher zumeist nicht informiert.

Unser tägliches Gift durch permanente Zwangsbeduftung

Der allgegenwärtig stattfindenden Zwangsbeduftung kann man kaum noch entrinnen. Denn nicht nur sämtliche Kosmetikprodukte, Wasch- und Reinigungsmittel, auch Flughäfen, Arztpraxen, Büros, öffentliche Toiletten, Krankenhäuser, Hotels, Restaurants, Supermärkte und Einkaufstempel, ja sogar in Schulen wird sie zum Teil praktiziert.

Duftstoffe kommen auch dort zum Einsatz, wo man sie nicht vermutet und auch nicht als solche wahrnimmt. Zur Steigerung der Umsätze bedient man sich auch in Supermärkten des sogenannten Duftmarketings. Um die Kundschaft in Kauflaune zu stimmen, werden in Supermärkten und im Trend liegenden Konsumtempeln, auf die jeweils individuellen Bedürfnisse abgestimmte Duftaromen versprüht. Diese Berieselung mit chemischen Substanzen suggeriert der Kundschaft dann beispielsweise den Duft frischer Brötchen oder von Orangen, mögliche Gesundheitsrisiken inbegriffen!

Um sich von Mitbewerbern abzugrenzen, entwickelt die Industrie ständig neue Produkte, die mit Riechstoffen versehenen sind und schreckt dabei nicht einmal vor Kinderspielzeug zurück. Hinzu kommen unzählige weitere mit Duftstoffen angereicherte Konsumgüter, wie beispielsweise Briefmarken, Müll- und Staubsaugerbeutel, Tücher für den Wäschetrockner, Tinte und Duftpratronen für das Auto. Mittlerweile hat die permanente Zwangsbeduftung im Alltag ein kaum vorstellbares Ausmaß erreicht. Selbst Produkte, die von den Herstellern nicht mit Duftstoffen ausgestattet sind, nehmen die Gerüche aus der Raumumgebung in den Läden an und sind für Patienten, die an Asthma, einer Duftstoffallergie oder an Multipler Chemikalien Sensitivität, kurz MCS genannt, erkrankt sind, oftmals nicht mehr tolerabel.

Duftstoffallergien durch synthetische Duftstoffe stark zunehmend

In der Wissenschaft ist längst bekannt, dass Duftstoffe nicht nur über die Haut, sondern auch über die Atemwege in den Organismus gelangen und sich im ganzen Körper über die Blutbahn verteilen können. Von dort aus können sie sich im Fettgewebe einlagern und im Körper schwerwiegende Langzeitschäden verursachen. Duftstoffe können bei vielen Menschen unterschiedliche Symptome auslösen wie zum Beispiel Asthmaanfälle, Hautausschlag, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Kreislaufbeschwerden, Gedächtnisstörungen, Schlafstörungen, körperliche Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, verschwommenes Sehen bis hin zu Depressionen und weiteren allergischen Reaktionen.

Parfüms können aus einem Duftstoffcocktail mehrerer hundert verschiedener Chemikalien bestehen. Viele Substanzen werden auf Petroleumbasis hergestellt. Als besonders bedenklich gelten synthetische Moschusverbindungen, da es sich hierbei um persistente Chemikalien handelt. Sie sind nur sehr schwer abbaubar und reichern sich in Umwelt, Mensch und Tier an.

Wissenschaftler kritisieren die Anwendung von Alkoholen, Aceton, Phthalate und weiterer Chemikalien, da sie als Auslöser vieler Erkrankungen wie Krebs, Immunschäden, neurotoxische Schädigungen, Genschäden, Allergien, Kontaktekzem, Duftstoffallergien, Asthma und viele mehr, bekannt sind. Ebenso beklagen Experten die drastische Zunahme an Patienten, die an Duftstoffallergien erkranken. Eine Duftstoffallergie gilt als unheilbar und ist für die Betroffenen mit schwerwiegenden Einschnitten für ihr gesamtes weiteres Leben verbunden.

11 Gedanken zu “Krank durch synthetische Duftstoffe?

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  2. bernd

    bei uns in Frankreich stinken sogar die Verpackungen in die Käse u.ä. eingewickelt werden (der Käsetheke) nach irgendeinem künstlichen Drecks Parfüm auch vor Kartoffel und Zwiebelsäcke wird kein halt gemacht!

    Ich leide seit Jahren sehr unter diesen künstlichen Duftstoffen (bei mir macht es sich dadurch bemerkbar, das wenn ich das Zeug rieche schlagartig aggresiv/kein Witz! werde.)

    Auch habe ich fest gestellt, das Sachen die mit diesem Zeug in Berühung kamen, so gut wie nicht mehr geruchsfrei werden, es bleibt ewig drin (mir macht vor allem der Duft der u.a. als Axe Deo vertrieben wird, unglaubliche Probleme) und dieser gleiche Duft ist in unendlich vielen Produkten riechbar!

    Habe mir ein gebrauchtes E-Bike zu gelegt und die Gummis am Lenker, sind irgendwann von jemanden mit diesen künstlichen Duftstoffen in Kontakt gekommen und es geht nicht mehr raus.

    Wenn ich mir vorstellen das sich Menschen dann auch noch so an empfindlichen Stellen wie unter den Achsel drauf schmieren.........!?!

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    1. Maria Herzger

      Beitragsautor

      Hallo Bernd,

      das Problem kenne ich nur allzu gut.

      Das kommt meiner Meinung daher, weil das Personal Duftstoffe an den Händen hat und wenn Ware in die Regale eingeräumt oder eben Käse ins Papier eingepackt wird, dann werden die Produkte mit den Duftstoffen kontaminiert.

      Kannst Du die Griffe an Deinem Fahrrad nicht abmachen und durch neue ersetzen?

      Viele Grüße nach Frankreich,
      Maria

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      1. Mari Jo

        Nein Maria, es sind nicht die bedufteten Hände des Personals... - inzwischen werden auch Verpackungen - besonders Kunststoffverpackungen - direkt in der Herstellung beduftet.

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  3. cource

    das human animal ist belehrungsresistent -es lässt sich nicht zum guten belehren - wir werden wohl oder übel bis zum bitteren ende, alle degenrationen, die die natur für uns parat hält, durchmachen müssen bevor ein paar übrig gebleibene "einsiedler" den weg "zurück zur natur" gehen dürfen

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  8. Mari Jo

    Das "oder" kann man sich in dem Artikel schon fast sparen. Geschädigte leiden in aller Regel gleich oder zumindest mittelfristig an kombinierten Erkrankungen. Sprich: Allergien, Asthma UND MCS - nicht "oder"...(!) - aber da es ja Vorsatz ist, unbequeme Mitbürger loszuwerden, hilft auch kein Gutmenschdenken von wegen "da müsste ja mal was gegen getan werden". Nein, es wird nichts getan, allenfalls den Opfern noch mal feste nachgetreten, damit die auch ja nichts mehr von sich geben, was irgendeinem Verursacher den Profit schmälern könnte...

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