Libellen – die schnellsten Fluginsekten der Erde

Libelle am Biotop

Libellen sind nicht nur herausragende Flugkünstler, sie können mit vielen weiteren erstaunlichen Besonderheiten aufwarten. Die erfolgreichen Insektenjäger können, entgegen dem weitverbreitendem Glauben, nicht stechen. Libellen haben sechs Beine. Ihre großartige Anpassungsfähigkeit ermöglicht ihnen eine fast weitweite Verbreitung. Libellen sind unter den Insekten faszinierende Juwele, denn sie schillern in sämtlichen Regenbogenfarben.

Auf Grund ihres prägnanten Körperbaus und ihren getrennt voneinander steuerbaren Flügel, schwirren sie als pfeilschnelle Akrobaten durch die Lüfte und sind Weltmeister im Langstreckenfliegen. Mit fast 50 km/h zählen sie zu den schnellsten Fluginsekten der Erde.

Als Lebensraum bevorzugen die meisten Libellenarten stehende Gewässer wie Seen, Teiche, Tümpel, Moorlandschaften und Gartenteiche. Einige wenige Arten sind aber auch häufig an Fließgewässern anzutreffen. In der Wissenschaft gelten Libellen als Indikatoren dafür, wie es um den Gewässerzustand und ihren natürlichen Lebensraum bestellt ist.

Räuberische Verwandlungskünstler

LibellenpuppeBis eine Libelle auch eine solche ist, durchläuft sie mehrere Phasen der Verwandlung. Aus dem einst abgelegten Ei wird zunächst eine Prolarve, aus der sich nur kurze Zeit später die eigentliche Larve entwickelt. Diese lebt je nach Libellenart bis zu fünf Jahren unter der Wasseroberfläche und führt dort ein räuberisches Dasein. Mit ihrer sogenannten Fangmaske erbeutet sie blitzschnell Kleinorganismen wie Insektenlarven, Kaulquappen, Würmer und Wasserflöhe.

Die Libellenlarve häutet sich mehrfach, bis sie als ausgewachsene Libellenlarve an Halmen von Wasserpflanzen an die Wasseroberfläche klettert, um dort aus ihrer Larvenhaut zu schlüpfen. Dort verankert vollzieht sie die endgültige Metamorphose von der Larve zum fertigen Fluginsekt, das als Imago bezeichnet wird. Am Pflanzenstil schlüpft sie aus der Larvenhaut, die am Pflanzenstängel verbleibt und der Wissenschaft als Bestandsnachweis dient.

Frisch geschlüpfte Libelle mit Libellenpuppe.Die frischgeschlüpfte Libelle ist zunächst noch flugunfähig. Nun pumpt sie Gewebeflüssigkeit in die Flügel, die sich dadurch auffalten und zu trocknen beginnen, was ca. eine Stunde, je nach Witterungsbedingungen auch länger, dauern kann. Danach kann sie endlich zu ihrem Jungfernflug abheben. Als fliegendes Juwel haben Libellen nur eine kurze Lebensdauer von wenigen Wochen.

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