Ökologisch Gärtnern – schrittweise zum Naturgarten

Lavendel zieht Schmetterlinge an

Nachhaltiges Gärtnern lässt sich mit vielen kleinen Maßnahmen verwirklichen und es ist nie zu spät um damit anzufangen! Auch ist es keinesfalls erforderlich den Garten von heute auf morgen radikal umzukrempeln. Dies könnte leicht in Überforderung ausarten und einem die Freude und Motivation rauben das angestrebte Unterfangen anzugehen. Es sei denn es handelt sich um eine Neuanlage. Besser geschieht die gewünschte Umgestaltung peu à peu. Denn wie das altbewährte Sprichwort schon sagt: „Gut Ding braucht Weile“! Hat man sein Ziel vor Augen, dann kann es mit der schrittweisen Umgestaltung zum Naturgarten auch schon losgehen.

Auswahl der Gartenerde

Es mag möglicherweise banal erscheinen, aber die Auswahl der Pflanzenerde nimmt entscheidenden Einfluss auf die Umweltfreundlichkeit des Gärtnerns. Denn handelsübliche Pflanzenerden bestehen größtenteils aus Torf, was sich äußerst negativ auf die Ökobilanz niederschlägt. Deswegen raten Umweltverbände vom Kauf von herkömmlichen Gartenerden ab.

Wildkräuter – Buffet für Schmetterlinge und dicke Brummer

Für dauerhafte und ungetrübte Gartenfreude ist es ratsam nur solche Pflanzen auszuwählen, die gut mit den Standortsverhältnissen sowie der gegebenen Bodenbeschaffenheit harmonieren. Besonders geeignet sind robuste Pflanzensorten, statt überzüchtete und empfindliche Arten. Dies hat einen immensen Vorteil und erspart Enttäuschungen. Denn nur kräftige Pflanzen können sich widerstandsfähig gegen die Angriffe unliebsamer Gäste und mögliche Krankheiten wehren. Starke und gesunde Pflanzen benötigen infolgedessen weitaus weniger Pflege und sind stärker vor Schädlingen geschützt. Wildpflanzen und Wildkräuter sind nicht nur eine Augenweide, sondern robust und pflegeleicht zugleich. Außerdem sind sie für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge eine Einladung zum Buffet.

Hotel für Insekten

Hat man einen Baum oder einen anderes geeignetes Fleckchen im Garten, kann man Insekten eine willkommene Bleibe bieten und damit einen nützlichen Beitrag zur Artenvielfalt leisten. Umweltverbände und Anbieter von Naturschutzprodukten haben eine vielfältige Auswahl an Herbergen für unterschiedliche Insekten im Repertoire, beispielsweise für Bienen, Marienkäfer und Schmetterlinge. Gerade in Zeiten des Bienensterbens und allgemeinen Rückgangs der biologischen Vielfalt, ist ein Insekten-Hotel ein wertvoller Beitrag für den Artenschutz, der zugleich Freude bereitet. Denn reger Flugverkehr und abwechslungsreicher Besuch von Insekten auf den Blüten, erfreut das Herz jedes Naturfreundes.

Zugewinn für die Artenvielfalt

Haben die Anfänge für ökologisches Gärtnern erst einmal begonnen, lässt einem das Unterfangen Naturgarten gedanklich nicht mehr los. Ständig sprudeln neue kreative Ideen nach, welche Veränderungen noch möglich sind, man ist sozusagen vom „Ökogarten-Virus“ befallen und kann nicht mehr aufhören, den zahlreichen Einfällen freien Lauf zu lassen. Das ist auch gut so! Es bleibt zu hoffen, dass sich recht viele Gartenbesitzer davon anstecken lassen, ebenfalls einen Naturgarten anlegen zu wollen.

Ein Naturgarten bereitet Freude und ist ein Zugewinn für die Artenvielfalt.

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